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FIGHT-NIGHT: KROMBACHER HELL VS. VELTINS GREVENSTEINER

Posted in - Bier on Mai 5th 2014 0 Comments 008

Wer nicht vollkommen betriebsblind durch den Getränkemarkt wandelt, der wird bemerkt haben, dass da gerade ordentlich Bewegung im Sortimentskrieg ist. Unbekannte Brauereien schicken sich an, das Herz der Durstigen zu erobern und die Dinosaurier der Branche bringen neue (alte) Sorten auf den Markt. So schickt Krombacher ein Helles in den Kampf und Veltins bedient den Retrotrend mit Grevensteiner, einem Landbier, dessen Rezeptur noch aus der Gründungszeit der Brauerei stammt.

WER IST BESSER?

Optisch gewinnt das Grevensteiner aus dem Stand heraus, schließlich kommt es in einer Halb-Liter-Retrobuddel mit gedrungenem Körper daher. Dagegen hat das Krombacher Hell mit seiner Standardflaschenlangeweile keine Chance. Bonuspunkt bekommt das Grevensteiner zudem noch fürs urige Etikett, auch da stinkt das Krombacher total gegen ab, denn das sieht genauso aus wie immer.

Remis steht es auf der Legendenseite, denn da haben beide relativ Ähnliches zu erzählen. Die Tradition für das jeweilige Bier reicht weit zurück und hat wohl so manchem Brauereigespenst des vorigen Jahrhunderts zum täglichen Vollrausch verholfen.

Kommen wir zum wichtigsten Kriterium, dem Geschmack. Das Krombacher Hell perlt sanft und mit einer dezenten Fruchtnote, wer sich anstrengt, kann sogar leichte Orangenaromen herausschmecken. Das Grevensteiner schmeckt einen Tick kräftiger und bleibt auch länger dominant, ist insgesamt aber trotzdem viel süffiger und feiner, als ein Pilsner. Da würde ich mich jetzt nicht festlegen, welches der beiden besser ist. Kommt wahrscheinlich einfach auf die Laune an. Also steht es auch in dieser Disziplin unentschieden.

FAZIT!

And The Winner is: Grevensteiner! Da entscheiden die Optik und das schönere händische Gefühl- manchmal sind Äußerlichkeiten eben doch die wichtigeren Faktoren. Zu vermerken bleibt zudem, das beide Biere geschmacklich wesentlich interessanter sind, als die normalen Produkte der beiden Brauereien. Da darf man also mal mit gutem Gewissen Mainstream sein.

Prost!

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