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RUSSISCHER BIERABEND (pt.1): Feuer, Wasser und Posaunen

Posted in - Bier on Februar 27th 2013 0 Comments IMG_0825

Gemeinhin stellt man den Russen ja als Wodka-Only-Trinker dar, dass er aber auch gerne mal ein Bier kippt, geht dabei völlig unter. Der hiesige Bierfreund kann sich inzwischen relativ problemlos mit russischem Bier versorgen, schließlich gibt es in fast jeder Großstadt einen russichen Supermarkt. Aber ob es auch schmeckt, das finde ich jetzt in einem kleinen, feinen und natürlich gut gekühltem Selbstversuch heraus (und zwar von rechts nach links). Das „Bocharev“ hat ein zeitloses Design und liegt fein in der Hand. Nachdem man den Kornkorken aufgehebelt hat, stellt man fest, das es einen Drehverschluss hat. Die Geruchsstoffe entfallten sich diskret und der erste Schluck kann durchaus begeistern. Mit 4,4 % ist es recht süffig und macht bis zum Schluss Spaß. Und weiter gehts, der nächste Kandidat ist das „Starj Melnik“. Und das hat keinen Drehverschluss, dafür ein fruchtig prickelndes Aroma mit langanhaltendem Effekt. Fein, was die „Alte Mühle“ da mit den Geschmackssensoren veranstaltet. „Tri Medvedja“ erinnert geschmacklich an hiesige Biere, hat aber eine exotische Note. Kann man trinken. Auf dem Etikett vom „Schigulewskoe Pilsner“ sticht ein Wikingerschiff in See und die Wikinger segeln haarscharf am guten Geschmack vorbei. Da kann man sich auch ein deutsches Bier vom Discounter holen. So, jetzt steht da nur noch eine Flasche und die hat geschummelt! Denn das „Lidskoe“ kommt aus Weißrussland und dürfte deshalb eigentlich gar nicht mistpielen. Aber was solls, wenn es schon mal da ist, dann wirds auch getrunken! Geschmacklich geht das „Lidskoe“ in Ordnung, fruchtig und frisch, ein klassisches Lager. Zeit für ein Fazit: russisches Bier kann auf jeden Fall mithalten, bietet eine erstaunliche Vielfältigkeit an Nuancen und macht auch ordentlich breit. Fünf Flaschen sind aber auf jeden Fall zu viel, wie die Kopfschmerzen am nächsten Morgen zeigen. Ob es die „Drei Bären“ sind, die da in meinem Oberstübchen tanzen, oder die „Alte Mühle“ sich zu schnell dreht, ist mir relativ egal. Ich brauch erstmal eine Tablette.

 

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