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VERWIRRENDE WENDUNGEN: RUNNING ON KARMA

Posted in - Entertainment & Filme on April 3rd 2007 0 Comments Running on Karma

Johnnie To, der Meister des stylischen Gangsterfilmes, geht in dieser Koproduktion mit Wai Ka-Fei mal ganz neue Wege. Und so ist „Running On Karma“ ein sehr eigener und wirklich kaum einzuordnender Film geworden, wie er in dieser Art und Weise auch wirklich nur aus Hongkong kommen kann. Andi Lau spielt den Muskelmann Big, der früher einmal Mönch war, aber dem Kloster den Rücken gekehrt hat. Er verdient sein Geld als Stripper und gerät bei einem seiner Auftritte in eine Polizeirazzia. Auf der Flucht (ohne Hosen) kreuzt sich sein Weg, mit dem ebenfalls flüchtigen indischen Schlangenmenschen, der unter Mordverdacht steht. Big, der das Karma sehen kann, entdeckt, dass die junge Polizistin Lee in extremer Gefahr schwebt und hilft ihr bei der Suche nach dem Schlangenmann, um ihr Leben zu retten. Dabei kommen sie sich näher und Stück für Stück enthüllt Big ihr seine Vergangenheit. Doch was er auch versucht, ihr Karma verändert sich nicht…

„Running On Karma“ ist einer der Guten, unter den neueren Hongkong-Produktionen. Andi Lau als überdimensionierter Muskelprotz wirkt in den ersten Minuten ohne Frage etwas verunsichernd, aber letztlich adaptiert man das (gutgemachte) Latexkostüm und läßt sich von der Story mitreißen. Eine Story, die nie vorhersehbar ist, die ihre glorreichen blutigen Momente hat und die geschickte Wendungen nimmt. Gerade die mystische Ebene, die aus Bigs Karmasicht ihren besonderen Reiz bezieht, sieht man so wohl zu ersten mal. Für europäische Betrachter geraten einige Dinge sicherlich sehr fremd, aber dafür lieben wir ja schließlich das asiatische Kino. Kein Film für eine Party, eher für die ruhigeren Momente.

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